2019

Innerschweizer Gesangsfest


Als unser Dirigent, Lukas Bolt, uns als Chor informierte, dass wir vom 14.-16. Juni am Innerschweizer Gesangsfest in Hitzkirch teilnehmen werden, waren Vorfreude und Neugier auf den Event allgegenwärtig. Die Gelegenheit, unseren Auftritt von professionellen Juroren fachkundig (und positiv!) bewerten zu lassen, wollen wir uns nie entgehen lassen. Die an die Jury vorgängig einzureichende Liederauswahl machte klar: Uns steht viel Detailarbeit in den kommenden Proben bevor. Es galt, die Vertonung des 43. Psalms von Felix Mendellsohn-Bartholdy, «La Fanfare du Printemps» von Joseph Bovet und den Klassiker «Music» von John Miles zu präzisieren. Mit fortschreitender (Proben-)Zeit wurde auch an der internen Planung des Gesangsfestes gefeilt. Der Dank geht an dieser Stelle zum einen wie immer an unsere aufopferungsvolle Präsidentin, Simone Mettler, und im speziellen an Patrick Bernegger für die Organisation der Übernachtung. Am Samstag, 15. Juni trafen wir in der Festgemeinde ein, die meisten nach gemeinsamer Anreise. Wir lernten als erstes die uns zugeteilte, einheimische gute Fee «Joly» kennen, die sich auf uns ebenso freute wie wir uns auf unseren Auftritt. Glücklicherweise wurde uns die imposante Kirche «St. Pankratius» der katholischen Pfarrei Hitzkirch als Aufführungsort zugewiesen, sie erwies sich prädestiniert für unsere Liederauswahl. Zuvor hiess es noch spontaner Auftritt ad hoc, Einsingen und ein kurzer Spaziergang hoch zur Kirche. Die Nervosität stieg bei allen Beteiligten. Und die Tatsache, dass sich Lukas kurz vor Auftritt (richtigerweise) noch zur Änderung der Lied-Reihenfolge entschied, liess diese Nervosität nicht wesentlich abklingen. Trotzdem dann…der Auftritt…vor vollem Gotteshaus… gelungen, und wie! Alle (alle?) waren zufrieden mit der Leistung der vergangenen 12 Minuten. Die stehenden Ovationen des Publikums gingen unter die Haut. Im Anschluss daran warteten wir – mehr oder weniger – geduldig auf das anstehende Expertengespräch. Das Feedback war tatsächlich eher ernüchternd, wir verstanden es als «Jammern auf hohem Niveau». Das gute Gefühl konnte uns sowieso kein Experte dieser Welt mehr nehmen. Auf dem Weg durch das schmucke Hitzkirch – ein herzlicher Dank an die hervorragende Fest-Organisation! – durften wir spontan auf offener Strasse singen. Macht nicht genau das ein Gesangsfest aus? Nach der Verabschiedung «unserer» Joly und dem gemeinsamen Abendessen stand die Prädikatsübergabe an. Es folgte der offizielle Festakt, mit unerwartetem Fahnenträger. Dann, Präsidentin und Dirigent zurück von der grossen Bühne, in ihren Händen UNSER Prädikat: V O R Z Ü G L I C H (Höchstnote, wohlgemerkt). Ein Attribut, welches uns durch den Abend begleiten sollte… Dieser jener Abend fiel unterschiedlich aus: Im spontanen Treffen und Wettsingen im Zelt mit dem Männerchor Flawil (Prädikat: Sehr gut!), stürmisch durch das vorbeiziehende Unwetter, weiter mit Tanz zu Live-Musik mit anschliessender Polonaise, kurz: stimmmix brach auseinander, existierendes Ton- und Videomaterial von Karaoke-Auftritten einzelner Chormitglieder zeugen davon und bleiben unter Verschluss. Auf jeden Fall hatte unser Chor in Hitzkirch einen bleibenden, durchwegs positiven Eindruck hinterlassen, einzelne von uns wurden auch am Sonntag noch immer überschwänglich und freundlich von der Sängergemeinde begrüsst. Einfach vorzüglich.

Innerschweizer Gesangsfest 2019